Götzl: Nachhaltigkeit ist Wesenskern der Genossenschaften

01.07.2010 von Genossenschaftsverband Bayern

München, 1. Juli 2010 – Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, ist fest davon überzeugt: Es hat seinen Grund, dass die 1.145 genossenschaftlichen Mitgliedsunternehmen mehrheitlich gut durch die Wirtschaftskrise der letzten Jahre gekommen sind. Das unterstrich er in seiner Grundsatzrede auf dem 111. Verbandstag der bayerischen Genossenschaften. Götzl verdeutlichte den zentralen Unterschied zu anderen Unternehmensformen: „Der Zweck einer Genossenschaft ist nicht die kurzfristige Kapitalrendite, sondern langfristiger Erfolg und Nutzen für die Mitglieder.“ Hierin sei ganz wesentlich der Erfolg der genossenschaftlichen Unternehmen begründet. „Nachhaltigkeit ist der Wesenskern der Genossenschaften“, so Götzl.
Anknüpfend an das historische genossenschaftliche Gründungsmotiv der ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ adressierte Götzl seine zentrale Forderung an die anwesenden Bundes- und Landespolitiker: „Wir müssen unser Schicksal schon in die eigenen Hände nehmen. Dazu wünsche ich uns allen mehr Mut. Mut, der die Grundlage für wirtschaftliche Dynamik ist.“
Dass sich dieser Mut gepaart mit einem klar definierten unternehmerischen Wertegerüst auch für die Gesellschaft auszahlt, verdeutlichte Götzl am Beispiel der Steuerzahlungen bayerischer Kreditgenossenschaften. Während andere Banken in Deutschland in den letzten Jahren Staatshilfen in Milliardenhöhe in Anspruch nehmen mussten, leisteten die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken einen steten und erheblichen Steuerbeitrag. So lag 2009 ihr Steueraufkommen bei 360 Millionen Euro. Davon profitierten die bayerischen Städte und Gemeinden durch Gewerbesteuerzahlungen in Höhe von 158 Millionen Euro. Götzl: „Wir begreifen das als einen notwendigen Beitrag zum Erhalt unseres Gemeinwesens und unserer Infrastruktur. Wer zu Hause Steuern zahlt, leistet einen Beitrag zur lebendigen Heimat.“

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