Erfolgreicher Börsengang in m:access
08.07.2010 von Boerse Muenchen
Seit heute, den 08. Juli 2010, ist die BHB Brauholding Bayern-Mitte AG, Ingolstadt, Mitglied im Qualitätssegment m:access der Börse München. Besser bekannt ist die Hauptmarke der BHB Brauholding: Herrnbräu. Der Festpreis der im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegebenen 1.600.000 neuen Aktien lag bei 2,80 Euro. Mit 2,80 Euro lässt die Erstnotiz Spielraum für die künftige Entwicklung. Die Aktien wurden innerhalb der Zeichnungsfrist vom 28. Juni bis 5. Juli voll platziert – vor allem auch viele Investoren aus der Region interessierten sich für die mittelständische Bier- und Getränkeholding. Den Börsengang hatte die Baader Bank AG begleitet.
An die Börse München gebracht wurde die BHB durch die Konzernmutter BBI Bürgerliches Brauhaus Immobilien AG, die sowohl die Immobiliensparte als auch die Brausparte unter einem Dach vereinte – ab jetzt sollen die beiden Geschäftszweige eigene Wege gehen. Als „Großmutter“ fungiert im Hintergrund die bereits seit 2005 in m:access gelistete VIB Vermögen AG. „Wir wollen die Eigenständigkeit dieses Traditionsunternehmens in Ingolstadt auf lange Sicht erhalten und haben uns deshalb für den Börsengang entschieden“, so Ludwig Schlosser, CEO der VIB Vermögen. „Wir freuen uns, mit der BHB Brauholding ein neues Mitglied in m:access begrüßen zu dürfen“, so Andreas Schmidt, Vorstand der Bayerische Börse AG. „Das zeigt uns, dass wir mit diesem Qualitätssegment für den Mittelstand genau im Trend der Zeit liegen. Viele Mittelständler benötigen zur weiteren Expansion, für Produktentwicklung und Marketing, Eigenkapital – denn ohne ausreichendes Eigenkapital ist auch der Zugang zu Fremdkapital versperrt. Wir sind sehr optimistisch, dass wir in diesem Jahr noch weiteren Zuwachs in m:access erhalten“, so Schmidt weiter.
Der Bruttoemissionserlös im Rahmen des Börsenganges erreichte 4,48 Mio. Euro und soll zur Tilgung von Verbindlichkeiten sowie zur weiteren Expansion eingesetzt werden. Die BHB möchte Marken- und Vertriebsrechte von mittelständischen Brauunternehmen in Bayern übernehmen. Der Biermarkt ist von dem Trend nach Konsolidierung einerseits und dem gleichzeitigen Erhalt regionaler Marken geprägt. Gleichzeitig will die BHB Brauholding die Exporttätigkeit bei den eigenen Marken intensivieren, etwa nach Italien. „Der Börsengang verbreitert unsere finanzielle Basis und schafft uns zusätzliche Flexibilität für künftige Wachstumsschritte“, so Gerhard Bonschab, Vorstand der BHB Brauholding.
Das Segment m:access wurde vor fünf Jahren von der Börse München speziell für mittelständische Unternehmen als Alternative zu den traditionellen Börsensegmenten gegründet. Es bietet eine hohe Aufmerksamkeit am Kapitalmarkt und ein großes Maß an Sicherheit und Transparenz für den Anleger bei gleichzeitig überschaubaren Kosten und wenig Bürokratie für den Emittenten. Mit der BHB Brauholding werden in m:access inzwischen 35 Unternehmen gehandelt. 2010 wurden bereits mit der Mensch und Maschine Software AG (MuM) und der Baader Bank AG zwei Unternehmen als Wechsler aus einem anderen Segment und die Corona Equity Partner AG neu in m:access aufgenommen.
m:access bietet Unternehmen, die einen Börsengang erwägen, einen Emissionsexperten zur Unterstützung. Die Mindestvoraussetzungen sind:
· Jahresabschluss als Kapitalgesellschaft nach HGB oder IFRS
· Grundkapital mindestens 1 Mio. Euro
· Wertpapier-Prospekt
· Wertpapier-Research
· Antrag durch einen Emissionsexperten
Für Teilnehmer in m:access entstehen als Folgepflichten:
· Veröffentlichung von Kernaussagen des geprüften Jahres-abschlusses (auf der Webseite)
· Jährlicher Emittentenbericht (auf der Webseite)
· Kapitalmarktrelevante Informationen (auf der Webseite)
· Unternehmenskalender (auf der Webseite)
· Jährlich muss mindestens an einer Analystenkonferenz teilgenommen werden
· Jährlich sollte an einer Investorenkonferenz teilgenommen werden
Die Gebühren in m:access sind überschaubar: Für das erstmalige Listing in m:access fallen 2.500 Euro an. Die jährlich Gebühren für das Unternehmen betragen zwischen 750 Euro und 1.750 Euro – je nach Marktkapitalisierung. Die Teilnahme an einer Analystenkonferenz in München oder Frankfurt ist in diesem Preis bereits inbegriffen.
Über die Bayerische Börse AG
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