Umfrage: Fühlen Sie sich über die Fortschritte in der Finanzmarktregulierung ausreichend informiert?

30.11.2010 von Presse

Zeitraum der Umfrage: 01.10.2010 bis 30.11.2010

Ja 11%

Nein 89%
Kommentar
Kommentar von Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler, Vizepräsident der Deutschen Bundesbank „Wesentliche Bestandteile des neuen Ordnungsrahmens für die Finanzmärkte sind die künftig geltenden strengeren Vorschriften für die Unterlegung von Marktrisiken, mit denen die Kapitalunterlegung im Handelsbuch an die des Bankbuchs angeglichen wird sowie die sog. „Basel III“-Regeln, die grundsätzlich strengere Eigenkapitalvorschriften und zum ersten Mal im internationalen Kontext abgestimmte Liquiditätsanforderungen für Banken vorsehen. Mit Inkrafttreten der neuen Regeln - die Marktrisikovorschriften ab 2011, Basel III grundsätzlich ab 2013, jedoch mit Übergangs- und Einschleifregeln - wird die Krisenresistenz im Finanzsystem deutlich steigen; die Übergangs- und Einführungsregeln beugen unbeabsichtigten Rückwirkungen auf die Realwirtschaft vor. Bundesbank und BaFin, die die Verhandlungen in Basel für die deutsche Seite führen, haben die deutsche Finanzwirtschaft und die Öffentlichkeit stets über Verhandlungsergebnisse auf dem Laufenden gehalten, durch regelmäßige Pressekonferenzen nach Beratungen des Baseler Ausschusses, diverse Publikationen sowie durch Vorträge und Interviews ihrer führenden Vertreter. Wie die Umfrage aber zeigt, scheint gleichwohl noch Informationsbedarf zu dieser komplexen Materie zu bestehen. Die Deutsche Bundesbank wird deshalb auch künftig die betroffenen Anwender wie auch die interessierte Öffentlichkeit gezielt über Inhalte, Intension und Folgen der neuen Regulierungsmaßnahmen informieren. Entsprechende Fachtexte sowie thematisch einschlägige Vorträge von Bundesbank-Vertretern sind auf der Website der Bundesbank (www.bundesbank.de) eingestellt. Zu Beginn des Jahres 2011 wird die Bundesbank zudem eine Publikation zu den neuen Regeln veröffentlichen.

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