Bayern – Top in Finance

Bayern mit seinem Zentrum München ist einer der bedeutendsten Finanzplätze Europas. Die Finanzplatz München Initiative (fpmi) ist wichtiges Sprachrohr für die Finanzwirtschaft in Bayern. Sie ist ein Zusammenschluss von rund 50 Unternehmen (v.a. Kreditinstitute und Versicherungen), Verbänden sowie wissenschaftlicher und staatlicher Institutionen der Finanzwirtschaft. Die fpmi hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Bedeutung des Standortes national und international Gehör zu verschaffen und die rechtlichen Rahmenbedingungen im Finanzsektor auf europäischer und auf Bundesebene mitzugestalten. Hierzu erarbeitet sie insbesondere Positionen und Gutachten zu aktuellen Themen der Versicherungs- und Finanzbranche.

News

Blockchain – Megathema nicht nur in der Finanzbranche

 

München
, 04.05.2017 – Blockchain ist eines der meistdiskutierten, aber noch immer wenig verstandenen Themen der Zeit. Die bekannteste Anwendung sind Bitcoins, doch viel interessanter ist die Technologie dahinter. Ihr Kern: ein dezentrales, öffentlich einsehbares Register für digitale Datensätze, das permanent und chronologisch geordnet Informationen über Besitzverhältnisse und Transaktionen an die Teilnehmer eines verteilten Rechennetzes liefert. Angewandt werden kann Blockchain deshalb nicht nur für Kryptowährungen wie Bitcoin sondern auch für das Internet der Dinge, Smart Contracts und in der Finanzbranche. Der Blockchain-Experte Dr. Nils Urbach, Professor für Wirtschafsinformatik und Strategisches IT-Management der Universität Bayreuth und stellvertretender Leiter der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT, erläuterte in München für die fpmi „Grundlagen, Anwendungen und Potenziale“ dieser Technologie.

 

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„Datenschutzrecht praxisgerecht und anwenderfreundlich regeln“

 

München
, 01.03.2017 – Die Bundesregierung hat am 01.02.2017 ihren Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des nationalen Datenschutzrechts an die Datenschutz-Grundverordnung beschlossen (DSAnpUG-EU-E). Die in der Finanzplatz München Initiative vertretenen Unternehmen und Verbände haben sich zu dem Gesetzesentwurf unter dem Gesichtspunkt „Datenschutzrecht praxisgerecht und anwenderfreundlich regeln“ positioniert und den aus ihrer Sicht notwendigen Änderungsbedarf in einem Positionspapier aufgezeigt.

 

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„Patient Europa: Robustes, aber kein dynamisches Wachstum“

„Bringt 2017 die Wende zu mehr Stabilität im Euroraum?“ fragte Franz Josef Benedikt, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern, bei seinen Vortrag vor Vertretern der Finanzplatz München Initiative. Wahrlich keine Frage, die mit einem knappen „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann. Das Grunddilemma der Währungsunion mit dem potenziellen Spannungs­verhältnis von supranationaler Geldpolitik und nationaler Finanzpolitik kann auch die EZB nicht lösen. Um einen nachhaltigen und konsistenten Ordnungs­rahmen für die Währungsunion zu schaffen, müsste sich die Währungsunion entweder zu einer wirklichen Fiskalunion zusammenschließen oder in einer Art „Maastricht 2.0“ einen Neustart wagen, bei dem die Regeln auch eingehalten werden.

München, 17.02.2017 „Seit zehn Jahren befindet sich der Finanzsektor im Krisenmodus“ erinnerte Benedikt zu Beginn seines Vortrags in der Bayerischen Börse. Die Zinssituation spiegle dies anschaulich wider. Denn alle großen Notenbanken der Welt schraubten nach Ausbruch der Finanzkrise die Leitzinsen kräftig nach unten. Dass in der Währungsunion nach wie vor eine sehr expansive Leitzinspolitik gefahren würde, sei vor dem Hintergrund der moderaten Preisaussichten und der blutleeren wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum gerechtfertigt.Daran ändert auch die Anfang 2017 wieder gestiegene Inflation im Euroraum wenig: Die Entwicklung sei vor allem den Energiepreisen und statistischen Basiseffekten geschuldet, so Benedikt. Eine höhere, durch nachhaltiges Wachstum unterfütterte Inflationsrate sei derzeit aber noch nicht zu sehen.

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fpmi Jahresrückblick 2016

Gestalten statt verwalten – die Finanzplatz München Initiative

München, im Februar 2017 – Das Jahr 2016 war ein ereignisreiches Jahr für die Finanzplatzinitiative. Zahlreiche Regulierungsvorhaben auf nationaler und europäischer Ebene werden uns auch in den kommenden Jahren beschäftigen. Die fpmi hat sich erneut mit vielfältigen Aktivitäten aktuellen Finanzthemen gewidmet. Lesen Sie mehr im "fpmi Jahresrückblick 2016“

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Die ESAs – Raum für Verbesserung

Die Finanzbranche wird von den Europäischen Finanzaufsichtsbehörden, den ESAs (European Supervisory Authorities), mit einer wahren Flut von technischen Regulierungsmechanismen überzogen. Spiegeln diese überhaupt noch die Intention des europäischen Gesetzgebers wider oder haben sie sich verselbstständigt? Die Finanzplatz München Initiative hat dem cep den Auftrag erteilt, dies in einer Studie zu analysieren und Verbesserungsvorschläge für das Gesetzgebungsverfahren zu entwickeln. Das Ergebnis: Es ist Raum für Verbesserungen auf Level 2 und Level 3, so der Titel der Studie.

München, 18.10.2016 „Die Europäischen Finanzaufsichtsbehörden (ESAs) erlassen eine Fülle von technischen Regulierungsstandards, RTS, und Durchführungsstandards ITS“, erläutert Andreas Schmidt, Sprecher der fpmi, den Hintergrund für die Vergabe der Studie. „Damit aber nicht genug, für diese Level 2 und Level 3-Maßnahmen werden vorab nicht nur Konsultationen durchgeführt, sondern auch Stellungnahmen der jeweiligen Interessengruppen eingeholt. Diese Konsultationspapiere summieren sich gerne zu 1-2.000 Seiten Papier, die gelesen, verstanden und kommentiert werden sollen. Gerade für kleine und mittelgroße Marktteilnehmer bedeutet dies eine erhebliche Herausforderung – denn daneben soll ja auch noch Geld verdient werden!“, so Schmidt weiter.

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Die Europäischen Finanzaufsichtsbehörden: Raum für Verbesserung auf Level 2 und Level 3

Gutachten im Auftrag der fpmi

Das Centrum für Europäische Politik (cep) hat im Auftrag der Finanzplatz München Initiative die regulatorische Tätigkeit der Europäischen Finanzaufsichtsbehörden (ESAs) und der EU-Kommission untersucht und dazu eine Studie vorgelegt. Zur besseren Steuerung und Kontrolle der Level 2 und Level 3-Tätigkeit der ESAs und der EU-Kommission hat das cep zehn Empfehlungen abgegeben. Diese Empfehlungen sollen dazu beitragen, dass die ESAs und die Kommission bei ihrer regulatorischen Tätigkeit vier essentielle Maßstäbe einhalten: Mandatstreue, Subsidiarität, Verhältnismäßigkeit und Konsistenz.

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