Bayerischer Bankenverband

Der Bayerischer Bankenverband ist Mittler zwischen Gemeinwohl und Standesinteressen.

Aufgaben des Verbandes:

Der Bayerische Bankenverband, der 1948 in München gegründet wurde, vertritt die Interessen aller rund 80 in Bayern tätigen privaten Banken, die bayernweit  ca. 29.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die dem Verband angeschlossenen Institute stehen miteinander in intensivem Wettbewerb. Die Bandbreite reicht von großen bis kleinen, von weltweit operierenden bis regionalen, von universell tätigen bis auf einzelne Geschäftsbereiche spezialisierte Banken. Hervorzuheben ist die Gruppe der Privatbankiers, die in ihrer flächendeckenden Vertretung in Bayern einmalig in Deutschland ist.

Information der Mitglieder 

Der Bankenverband unterrichtet seine Mitglieder über aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen, von denen die Kreditwirtschaft betroffen ist. Diese Aufgabe gewinnt aufgrund der wachsenden Zahl von europäischen Richtlinien, nationalen Gesetzen und Gesetzesänderungen sowie Verordnungen ständig an Bedeutung.

Ansprechpartner der Politik 

Der Bankenverband ist Ansprechpartner für die bayerische Landesregierung, den Landesgesetzgeber und die Landesbehörden in allen kreditwirtschaftlichen Themenstellungen, gibt Stellungnahmen zu Gesetzesinitiativen mit kreditwirtschaftlichem Hintergrund ab und unterstützt mit Expertenwissen. Sofern bayerische Interessen berührt sind, vertritt der Verband diese auch in Berlin und Brüssel. 

Zusammenarbeit mit Verbänden 

Die Zusammenarbeit mit anderen in- und ausländischen Verbänden und Initiativen spielt eine wichtige Rolle. Hier werden Fragen von gemeinsamem Interesse diskutiert, Lösungen erarbeitet und in den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozess eingebracht.
In der Finanzplatz München Initiative werden wichtige verbandsübergreifende Themen in bankrechtlichen, finanzpolitischen und bankpraktischen Fragen lösungsorientiert erörtert. Der Bankenverband arbeitet eng mit dem Bundesverband deutscher Banken zusammen und bringt sich ein bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Zur Unterstützung des europäischen Einigungsprozesses und zur Wahrung ihrer Interessen in Brüssel haben sich die nationalen Verbände der privaten Banken in der European Banking Federation zusammengeschlossen. Anstehende Entscheidungen der Europäischen Kommission werden hier bereits im Vorfeld auf Verbandsebene erörtert, um die Auffassung der Banken dann den zuständigen europäischen Institutionen zur Kenntnis zu bringen. 

Verbindungsbüro Brüssel

Der Bankenverband nutzt bereits seit vielen Jahren das Verbindungsbüro des Bundesverbandes deutscher Banken in Brüssel. Die Finanz- und Staatsschuldenkrise hat zu einer Vielzahl von Regulierungsvorhaben auf europäischer Ebene geführt, bei denen sich der Bankenverband mit sachlichen und belegbaren Beiträgen in die Debatte einbringt. Dabei ist Transparenz und Offenheit wichtig. So ist der Bankenverband im Transparenzregister von Europäischer Kommission und Europäischem Parlament eingetragen und gibt dort Auskunft über seine Tätigkeit in Brüssel. 

Information der Öffentlichkeit 

Die Information der Öffentlichkeit über die Aufgaben und Tätigkeiten der privaten Banken bildet einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit des Bankenverbandes. Es gilt, Informationslücken zu schließen, Missverständnisse auszuräumen und den vertrauensvollen Umgang miteinander zu fördern. Gerade die Banken mit ihren hochspezialisierten Finanzdienstleistungen sind von Fehleinschätzungen besonders betroffen. Der Bankenverband ist Ansprechpartner in allen bankspezifischen Fragen.

Ombudsverfahren 

Als erster Verband der Kreditwirtschaft hat der Bundesverband deutscher Banken einen unabhängigen Schlichter berufen. Er geht den Beschwerden von Privatkunden nach und versucht, schnelle und unbürokratische Lösungen zu finden. Das Ombudsverfahren ist für den Kunden kostenlos. Jeder Privatkunde einer privaten Bank kann sich mit einem formlosen Schreiben an die Kundenbeschwerdestelle richten:


Anschrift der Beschwerdestelle:

Kundenbeschwerdestelle beim
Bundesverband deutscher Banken
Postfach 04 03 07
10062 Berlin

Einlagensicherung 

Der Bundesverband deutscher Banken ist Träger des Einlagensicherungsfonds, der den Kunden der angeschlossenen privaten Banken einen praktisch vollen Einlagenschutz bietet. Der Einlagensicherungsfonds trägt – als freiwillige Sicherungseinrichtung – wesentlich zur Stabilität des deutschen Finanzsektors bei und ist im Hinblick auf den Sicherungsumfang, einzigartig im Vergleich mit dem Ausland.
Darüber hinaus nimmt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, eine Tochter des Bundesverbandes deutscher Banken, die Aufgaben einer gesetzlichen Entschädigungseinrichtung wahr.

 
Zahlen & Fakten
Gründung
1948
Teilnehmer der fpmi seit 2000
Mitgliedinstitute ca. 80*
Geschäftsführung
Silke Wolf

* Stand 01.01.2013

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